Bodengeologie

Wenn man die Geschichte betrachtet, so gehört die Nutzbarmachung von Stein beziehungsweise der Steinbergbau zu den ersten Arten von Bergbau, den es bereits in der Vorgeschichte gab. Von den Gruben und Stollen, die der Mensch damals nutzte, zeugen vorgeschichtliche Bergwerke in Frankreich und England, aus denen wahlweise Stein in Abhängigkeit von seiner Härte und Größe gewonnen wurde, wonach der Mensch diesen geformt hat, damit ihm dieser als Werkzeug und Waffe dienen kann. Die Nutzbarmachung von Mineralrohstoffen hat in Kroatien eine lange Tradition.

In der Oberflächengestaltung Kroatiens sind alle drei Grundgruppen an Gesteinen vertreten: Sedimentgestein (dieses macht 95 % der Oberfläche Kroatiens aus), metamorphes Gestein (dieses macht 2 – 4 % der Oberfläche Kroatiens aus) und Magmagestein (dieses mach etwa 1 % der Oberfläche Kroatiens aus).

Unter dem Sedimentgestein ist das klastische (Sandgestein, Konglomeratgestein, Mergel, Brekzie) und das organogene Gestein (Kalk und Dolmiten) am häufigsten vertreten. Unter dem metamorphen Gestein sind Marmor, Schiefer, Gneis am häufigsten, während unter dem Magmagestein Adnesit und Granite am häufigsten vertreten sind.

In Bezug auf die Verbreitung und das Alter des Gesteins befindet sich das älteste Gestein im Kern der „Insel“-gebirge Papuk, Psunj und Moslovačka gora. Aus dem Mesozoikum überwiegen Karbonatgestein (Dolomiten und Kalk) im Karst, und dies vorwiegend in Banovina, Kordun, Gorski kotar, Velebit, Lika und in Dalmatien. Die jüngsten Gesteine stammen aus dem Känozoikum (klastisches Sediment) im pannonischen und peripannonischen Gebiet.